
Die Frage bezahlbaren Wohnraums beschäftigt große Teile der Bevölkerung. Nicht erst die Umfrage der Weinheimer Nachrichten hat diese Sorge als drängendstes Wahlkampfthema Weinheims bestätigt; der Mieterverein Weinheim drängt seit längerem dazu, dass sich die Lokalpolitik dieses Themas endlich annimmt. Bei einem Besuch des OB-Kandidaten Michael Möslang kam Rechtsanwalt Thomas Geißler als Vereinsvorsitzender auch unumwunden mit einem Fragenkatalog auf den Bewerber zu, dies von den Folgen des Wegfalls der Mietpreisbremse für Weinheim ab 2026 über das bisher fehlende Bekenntnis der Stadt zur eigenen Schaffung bezahlbaren Wohnraums bis hin zur fehlenden Solidarität der Stadt, was die Freimachung dreier Wohnhäuser in der Badeniastraße anbelangt. Letzteres betraf Wohnungen, die aus Gründen des Bebauungsplans als solche nicht mehr genutzt werden durften ohne dass die Möglichkeit einer Planänderung angegangen wurde. Die von Möslang formulierten Lösungsansätzen belegten, dass er als amtierender Bürgermeister mit dem Problemfeld Wohnraumknappheit bestens vertraut ist und deshalb auf die bestehenden Fördermöglichkeiten von Land und Bund zurückgreifen möchte, dies in Kooperation mit lokalen Bauträgern. „Herr Möslang hat die Problematik bezahlbaren Wohnraums glaubhaft als eine seiner Hauptanliegen bestätigt und realistische Vorgehensweisen skizziert, die Aussicht auf eine mittelfristige Besserung versprechen,“ bilanziert Geißler den Austausch.